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Kattendorfer Hof: Aktuelles

Ein Feldbrunnen für den Gemüsebau !


 
Es hat jetzt seit ca. 8 Wochen einmal 6 mm (das sind 6 Liter auf einen Quadratmeter), einmal 7 mm und von gestern auf heute vielleicht noch mal 2 mm geregnet. Der Klee ist grün, wächst aber sehr langsam und auf den Kieskuppen sieht es aus, als wenn ein Flammenwerfer drüber gegangen ist – da ist nichts mehr grün. Die Verdunstungsrate liegt zum Teil bei 8-10 mm

am Tag

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Wir haben von vielen Menschen Einzelbürgschaften gezeichnet bekommen im Gesamtwert von 12.000,- Euro (Dankeschön – damit steht der eine Teil der Finanzierung für einen Feldbrunnen).

Ein Wünschelrutengänger war da und hatte viel Wasser in 15 Meter Tiefe vorausgesagt.

Der zweite Teil der Finanzierung, die Darlehenstilgung, soll durch den gesteigerten Absatz von Gemüse realisiert werden (mehr Wirtschaftsgemeinschaftsmitglieder und Umsatzsteigerung auf den Wochenmärkten).

Deswegen haben wir ein großes Gemüselager mit einem Kartoffelkühlraum, einem Lagergemüse- und einem Kommissionierungskühlraum und einem Gemüseaufbereitungsraum mit Kistenlager für 33.000,- Euro gebaut (auch mit Einzelbürgschaften abgesichert).

Am 4. Juni hat die Firma Berg an besagter Stelle auf dem Gemüseland Probe gebohrt. In 9 bis 12 Meter Tiefe war nur eine schwache Kiesschicht mit nicht viel Wasser. Bis 30 Meter war dann nur dunkler Lehm mit einer schwachen Kiesschicht auf 25 Metern. Ab 31 Meter befindet sich dann eine 7 Meter mächtige Kiesschicht mit sehr groben Kies zuunterst. Hier ist viel Wasser!

Wir brauchen für das Gemüse einen Brunnen mit 6 – 10 m³ / Stunde Leistung. Das wird der Brunnen hergeben - nach Messung bis zu 8 m³. Der Wasserpegel befindet sich in Ruhe in 23 Meter Tiefe, bei voller Entnahme sinkt er um nur zwei Meter ab, was ein sehr gutes Zeichen ist. Allerdings brauchen wir eine elektrische Tauchpumpe mit Stromaggregat für 380 Volt!

Bohren 4.000 Euro, Tauchpumpe 1.500 Euro, Stromagggregat 1.000 Euro, Beregnungsanlage mit Rohren und Regnern 6.000 Euro.

Wir werden dieses Jahr erst mal nur einen Teil der Beregnung realisieren, nämlich da, wo es nötig ist und hoffen, dass das Gemüselager dieses Jahr so richtig voll wird, auch wenn es im Moment sich sehr wüstenhaft anfüllt.

Als Landwirte und Gärtner sind wir voll mit dem Klimawandel konfrontiert und müssen uns dieser Herausforderung stellen. Dafür brauchen wir Ihre / Eure Hilfe, sonst gibt es nichts zu futtern (oder nur z.B. Konzentrat-Fenchel und Hokaido -Kürbisse).

 

Mathias v. Mirbach am 1. Juli 2008 bei Bagerarbeiten