Die Ziegen
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Die ZIEGEN
Unsere Ziegenhaltung hat 2009 ganz klein mit zwei Jungziegen Tara und Fine und einer jungen Pensionsziege Sissi ganz klein angefangen. Eine Mischung aus BunterDeutscheredelziege, WeißerDeutscherEdelziege, Toggenburger und ThüringerWaldziege. Auf Wunsch von unserer Tochter 2010 gab es Nachwuchs (2 Bock- und 2 Ziegenlämmer) und natürlich Milch. Wir haben die Milch zu KATLA s (Ziegenfrischkäse-Pyramiden) und Gitzlis (Ziegen-Camembertchen) verarbeitet am Tag ca. 10 Liter. Dann haben wir nochmal 4 Jungziegen dazu gekauft, und jetzt -2011- sind es nunmehr 9 Milchziegen und 12 Lämmer. Nun ist es doch etwas mehr zu Papas Projekt geworden. Nächstes Jahr wird sich die Herde nicht vergrößern, weil es fast nur Bocklämmer gab .es sei denn, wir bekommen aus dem Valsertal in der Schweiz noch ein paar Strahlenziegen und ein Strahlenböckli.
Warum das Ganze?
-Unsere Tochter hat ihre Freude und Aufgabe,
-Wir haben schon seit 2001 auf dem Hof Ziegenmilch verarbeitet,
-Es gibt Kunden, die lieben Ziegenkäse,
-und Kunden, die eine Alternative zur Kuhmilch suchen oder darauf angewiesen sind,
-Die Zeitfenster im Käserei-Vormittag sind dann vollständig ausgenutzt,
-Bei so kleinen Chargen ist das Risiko einer Fehlproduktion gering, und so kommen auch mal Praktikanten an den Käse ran,
-Für Auszubildende in der Käserei ist es eine Horizonterweiterung,
-Die ganzen Kinder von Kitas und Schulen, die uns besuchen, können auch mal gefahrlos ganz engen Tierkontakt aufnehmen,
-Es gibt weltweit mehr Ziegenhaltung als Kuhhaltung die Ziege ist die Kuh des kleinen Mannes- ,unsere eine Form von Globalisierung.
Visionen!
Ich möchte gerne eine kleine Ziegenherde auf dem Hof etablieren: Es soll aufs Handmelken beschränkt bleiben (keine Technik, gesunde Ziegen), Käsereitaugliche Milch gemolken werden (Keimzahl 10.000 max., kein StaphAureus, Rohmilch Verarbeitung), die Arbeit soll wirtschaftlich sein trotz der kleinen Herde, die Tiere sollen gesund bleiben.
Grundlage hierfür ist eine scharfe Selektion auf Gesundheit, Fruchtbarkeit, Langlebigkeit trotz hoher Milchleistung. Entscheidend wird sein, wie sich ein Ziegengerechtes Futterkonzept für Winter und Sommer realisieren läßt wir sind hier kein Ziegenstandort wie Länder mit wenig Niederschlag und Busch/Machia-Landschaften. Deshalb gibt es ein fahrbares Ziegenmelkmobil, was Melkstand, Viehwagen, Futtertisch und Unterstand in einem ist. Dann können wir die Ziegen auf den Kleegrasflächen zum Futter hinfahren im Winter auf den Stock gesetzte und frisch austreibende Knicks oder Knicks, die im kommenden Winter auf den Stock gesetzt werden sollen. Hier können sie nichts kaputt machen, denn: Ziegen lieben Blätter und Rinde und Steine (Felsen) zum Klettern. Die Ziege, der domestizierte Steinbock! Aber: sie killen jeden Busch! Gemolken wird dann auf dem Feld.
Wenn dieses Konzept sich als erfolgreich erweist, wäre es vielleicht auch für Ziegenbetriebe oder Ziegen-Kooperationen im Irgendwo eine Möglichkeit, ihreUrproduktion für eine eigene wirtschaftliche Käseherstellung fit zu machen.
Fragen und Anmerkungen? tenthoff@foni.net




