Sommer 2020: es besuchte uns Ina und das Film Team von Tierwelt- Live.

Sie haben unseren Leuten auf dem Hof Fragen gestellt und so sind zu vielen Themen tolle kurze Beiträge entstanden. Heute genauso aktuell wie im Jahr des Drehs.

Der erste befasst sich primär mit dem Thema „Kühe“ und gibt zudem einen kleinen Überblick über unseren Hof.

Sommer 2022! Florian Schwinn besucht uns auf dem Kattendorfer Hof und macht einen Podcast daraus.

Es geht um die Entstehung der Solidarischen Landwirtschaft des Kattendorfer Hofes, es geht um die schönsten Kühe, es geht um die Solidarische Landwirtschaft insgesamt und um den Sinn der regionalen Landwirtschaft. Wer´s lieber lesen mag, kann auf Florian´s Blogbeitrag gehen.

Funky Facts zu unseren Demeter Kühen auf dem Kattendorfer Hof

Unsere Kühe geben im Jahr etwa 6000 l Milch. Das ist im Vergleich zu Hochleistungskühen eine relativ niedrige Milchleistung. Hier liegt der Wert um die 10.000 l. Ein großer Vorteil dabei ist, dass unsere Kühe für diese Milchmenge keine so großen Kraftfuttermengen benötigen, wie konventionelle Milchkühe, sondern in erster Linie Gras fressen.

Damit Ihr Euch auch als nicht LandwirtInnen etwas in dieses spannende Thema einlesen könnt, hier eine konkrete Rechnung:

Teilt man die Kraftfuttermenge, die unsere Demeter Kühe übers Jahr fressen durch die Menge an Milch, die sie geben, so sind das pro l Milch 170 g Kraftfutter. Konventionell sind es 320 g. Dadurch, dass unsere Kühe weniger Kraftfutter pro l Milch fressen, sparen wir übers Jahr 45 t Getreide und Körnerleguminosen (Ackerbohnen oder Lupinen). Bei einem durchschnittlichen pro Kopf Verbrauch von 80 kg Getreide, können von dieser Menge 560 Menschen ernährt werden.

Noch größer ist der Unterschied beim Fleisch. Für ein kg Rindfleisch werden im Schnitt 1,7 kg Kraftfutter verfüttert. Bei uns bekommen die Masttiere nur als Kälber Kraftfutter und auch nur im Winter. Dadurch verbrauchen wir pro kg Rindfleisch lediglich 60 g Kraftfutter (das entspricht etwa einem Brötchen, die restliche Energie und Eiweiß kommen aus Gras und Klee). Mit der hier eingesparten Kraftfuttermenge kann man noch einmal weitere 290 Menschen mit Getreide ernähren.

Und ganz nebenbei liefern unsere Kühe und Schweine noch den Dünger für unsere Äcker, auf denen wir jährlich über 600 t Getreide und Körnerleguminosen ernten.

Das also ein kleiner Ausflug in die Welt der Demeter Kühe auf dem Kattendorfer Hof, die gar nicht sehr viel von dem fressen, wovon auch wir Menschen uns ernähren können, sondern v.a. das für uns nutzlose Lebensmittel „Gras“ in jeglicher Form verspeisen. Kühe sind Künstlerinnen! So sehe ich das zumindest…..

Herzliche Grüße aus dem Künstlerinnen- Kuh- Dorf Kattendorf sendet Euch Katja.

Weitere Funky Facts zu unseren gehörnten Damen:

Ammenkühe als Kälbertränke: bei uns hat jede Amme 2-3 Kälber, ernährt und erzieht sie für die ersten 4 Monate. Bei dem Anblick der Ammenherde mit ihren vielen Kälbern fühlen sich viele Menschen sehr beseelt.

Eigene Kälbermast: alle auf dem Kattendorfer Hof gezogenen Tiere bleiben ihr ganzes Leben auf unserem Betrieb und werden an keine Unterhändler verkauft.

Unsere Demeter Kühe bekommen ausschließlich hofeigenes Futter.

Unsere Leitkuh heißt Luna. Sie hat die schönste Hornkrone und trägt ihren Kopf immer erhoben. Große Sorge hat sie vor Hunden- v.a. sehr kleine Hunde jagen ihr einen Schrecken ein.

Eine unserer ältesten Kühe heißt Nolla. Sie geht meist als letzte in der Herde. Sie hat ihr eigenes Tempo und ihren eigenen Kopf. Sie liebt Kinder v.a., wenn sie ihr einen Apfel pflücken.