Gutes Fleisch ist teuer? Das stimmt!

Es gibt Vieles, was da hinein spielt und es gibt auf unserem Kattendorfer Hof so Einiges, was wir dafür tun, um die Fleisch- Qualität für Euch nach besten Standards zu erzeugen, dabei das Wohl der Umwelt und das Tierwohl niemals aus den Augen verlierend.

Ganz im Sinne unserer 3 Grundansätze: SOLIDARISCH- DYNAMISCH- REGIONAL

Warum das aber so ist und welche Faktoren z.B. bei der Betrachtung wichtig sein können, ist hier für Dich aufgeschrieben:

Warum ist Demeter Fleisch so teuer?

Unsere Kosten entstehen dadurch, dass wir an keinem Punkt bereit sind zu sparen: unsere Tiere sollen angemessen aufwachsen, respektvoll und würdevoll behandelt werden. Wir sparen nicht an Lohnkosten und am Wohl der Mitarbeitenden (wären aber dennoch gern in der wirtschaftlichen Lage, unsere Mitarbeitenden noch besser zu entlohnen). Die Schlacht- und Verarbeitungskosten sind hoch, da wir mit einem kleinen regionalen Betrieb zusammenarbeiten, der ohne Dumpingpreise agiert. Wir halten nur soviele Tiere, wie wir für die Düngung unserer Flächen benötigen; dadurch entsteht keine zusätzliche Belastung der Umwelt. Zudem handeln unsere Schweine als internes Verwertungssystem: sie fressen alle übrigbleibenden Gemüse aus der Gärtnerei, das übrige Futter der Milchkühe und zusätzlich die Molke, die für die Umwelt eine recht hohe toxische Belastung darstellt, für die Schweine aber eine süße Schleckerei ist.

Als Vergleich sind in dieser Studie von Greenpeace die tatsächlichen Kosten der allgemeinen Landwirtschaft aufgeführt…

Der größte Kostenpunkt bei der Fleischerzeugung ist laut SWR-Wirtschaftsexperte Werner Eckert der Futterpreis. Er macht etwa zwei Drittel des Fleischpreises aus. Als Futter wird häufig billiges Soja aus Brasilien importiert, für dessen Anbau oft Regenwald abgeholzt wird. Auch niedrige Löhne spielen hier mit hinein.

Die Massentierhaltung und Massenschlachtung ist auf Effizienz ausgelegt, nicht auf Tierwohl. Die Haltungskosten für die Schlachttiere sollen so gering wie möglich sein – selbst mit unmoralischen Methoden, unter denen die Tiere leiden.

Auch Quantität und Qualität des Schlachtungsprozesses sind ein Faktor.

Ist Fleisch sehr billig, muss es ja irgendwo zu Einsparungen kommen. Tatsächlich wir bei fast allem gespart :

An den Tieren, an den ArbeiterInnen, an der Umwelt.

Wer diesen Kreislauf durchbrechen möchte, sollte am besten beim direkten Verkäufer- also regional- das Fleisch kaufen.

In seinem Blog- Beitrag hat Florian Schwinn zum Thema Faire Preise einen Demeter- Betrieb interviewt. Reinschauen lohnt sich, um mehr zum Thema rauszufinden.

Die Demeter-Verordnung schreibt strenge Regeln vor:

  • Die meisten Pestizide sowie chemische Düngemittel sind verboten, die Düngemenge ist beschränkt.
  • Antibiotika wird den Tieren nur im Notfall verabreicht, ansonsten sind nur natürliche Heilverfahren zulässig.
  • Das Enthornen der Kühe ist verboten.
  • Monokulturen sind zu vermeiden.
  • Gentechnik ist verboten.
  • Nur wenige, notwendige Zusatzstoffe und Prozesshilfsstoffe sind in der Verarbeitung erlaubt. Jodierung, Nitritpökelsalz und natürliche Aromen sind verboten, nur Aromaextrakte sind zugelassen.
  • Für eine artgerechte Tierhaltung sind Auslauf und ausreichend Platz im Stall vorgegeben.

Welche Zusatzstoffe erwarten Dich im Demeter Fleisch?

In der Verarbeitung der Fleischprodukte sind zudem sogar im Vergleich zum EU-Bio-Standard bei Demeter wesentlich weniger Zusatzstoffe zugelassen. Wir verzichten zum Beispiel komplett auf den Einsatz von Nitritpökelsalz – und ersetzen es mit handwerklichem Können.

  • Die EU-Verordnung für Öko-Lebensmittel lässt in der Verarbeitung nur ein Zehntel der üblichen Zusatzstoffe zu.
  • Die Demeter- Richtlinie geht deutlich darüber hinaus.

Die Verwendung von Lebensmittelzusatzstoffen ist in Demeter-Lebensmitteln möglich. Die Anzahl der zulässigen Stoffe ist im Vergleich zum konventionellen und zum Bio-Bereich wesentlich eingeschränkt. Dies zeigt, dass das Qualitätsbewusstsein für Demeter-Lebensmittel nicht nur die Erzeugung der Rohstoffe umfasst, sondern auch in der Verarbeitung eine Prozessqualität möglichst ohne Zusatzstoffe gewährleistet werden soll. Die verbandseigenen Demeter-Verarbeitungsrichtlinien treffen genauere Regelungen zur Verwendung von Zusatzstoffen als dies in der EG-Bio-Verordnung der Fall ist. Die Unterschiede zur EG-Bio-Verordnung bestehen in der Anzahl der Zusatzstoffe sowie Verarbeitungshilfen und den zulässigen Verwendungszwecken.

Durch die klare Reduzierung der zulässigen Zusatzstoffe und Verarbeitungshilfen werden viele Problemfelder im Zusatzstoffbereich grundsätzlich ausgeschlossen. Dies entspricht der höheren Verbrauchererwartung im Demeter-Bereich mit einer sensibleren Risikobewertung und einem weitreichenderen Transparenzanspruch.

Eckdaten zur Rinderhaltung in Deutschland

Nahezu die Hälfte aller Landwirte in Deutschland hält Rinder, um Milch, Fleisch oder beides zu erzeugen. Rinder sind ökonomisch gesehen die wichtigsten Nutztiere der deutschen Landwirtschaft. Während die Zahl der Rinderhalter sinkt, steigen die Herdengrößen: Über drei Viertel der Rinder leben in Betrieben, die mindestens 100 Tiere halten.

Rinderhaltung in Deutschland

Bestand: ca. 11,2 Millionen,
davon 3,8 Millionen Milchkühe

Anzahl Rinderhaltungen:
ca. 108.000

Jährlich geschlachtete Tiere:
3,2 Millionen

Jährliche Produktion:
ca. 1,1 Millionen Tonnen Fleisch
ca. 33 Millionen Tonnen Milch
davon aus ökologischer Erzeugung: 7,6 Prozent

(Eckdaten laut BMEL)

Eckdaten zur Schweinehaltung in Deutschland

Bestand: ca. 22,3 Millionen,

Betriebe mit Schweinehaltung:
ca. 20.000

Jährlich geschlachtete Tiere:
59 Millionen

Jährliche Produktion:
ca. 5,6 Millionen Tonnen Fleisch
davon aus ökologischer Erzeugung:
unter 0,4 Prozent

(BMEL Statistik)

Wie werden Demeter- Kühe und Schweine gehalten?

-Tierwohl steht an erster Stelle (jedem Tier ein gutes Leben)

-100% Bio-Futter – überwiegend vom eigenen Hof

-Weniger Zusatzstoffe

-stressfreie Schlachtung

Bei meinen Recherchen im Netz bin ich auf diesen Artikel einer Schweizer Landwirtin gestoßen. Sein Name: Klimaretterin Kuh?

Der Satz „lebend gibt sie kein Tier mehr her!“ steht am Ende des Artikels und hat mich seither beschäftigt. Denn das ein Tier, was letztlich dem Verzehr des Menschen dient, geschlachtet wird, ist uns allen klar. Wie aber mit ihm bis dahin umgegangen wird und wie es den Weg an seinem Ende erlebt, dass steht auf einem extra Blatt.

Auf welchem Platz ranken wir in Deutschland mit der Fleischerzeugung und worauf achten wir dabei?

Mehr als die Hälfte achtet auf Label

Beim Kauf von unver­arbeitetem Fleisch ist 92 Prozent der Deutschen wichtig, wie das Tier gehalten wurde. Das geht aus dem Ernährungsreport 2021 hervor, für den das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine repräsentative Befragung durch­führte. 55 Prozent der Befragten achten beim Einkauf immer oder meistens auf Label zum Tier­wohl. 

Auf welchem Platz ranken wir in Deutschland mit der Fleischerzeugung?

Deutschland ist Europas größter Schweinefleischerzeuger und global nach China und den USA auf Platz drei.

Kleiner Exkurs zu den Eckdaten der Tierhaltung und zum Tierwohl

Kühe, Schweine und Quadratmeter

Einem 50 bis 110 Kilogramm schweren Schwein in konventioneller Haltung müssen mindestens 0,75 Quadratmeter zugesprochen werden.

In der ökologischen Tierhaltung sind es 1,1 Quadratmeter Stallfläche zwischen 50 und 85 Kilogramm Körpergewicht und 1,3 Quadratmeter bei einem Körpergewicht von 85 bis 110 Kilogramm.

Demeter: Anders als in der EU-Bio-Verordnung kommen im Regelwerk aber auch Tiere vor, die mehr als 110 Kilogramm wiegen. Ihnen steht im Stall noch etwas mehr Platz zu – 1,5 Quadratmeter pro Tier drinnen und draußen 1,2 Quadratmeter.

Der Bundeslandwirtschaftsminister will eine verpflichtende Kennzeichnung für die Art der Tierhaltung in Deutschland schreibt Florian Schwinn in seinem Blog. Den Anfang sollen die Schweine machen… aber lest selbst…. ich finde, es ist erschreckend!

Angeprangert für Praktiken und Haltungsformen bei der globalen Erzeugung von Fleisch?

Die derzeitigen Praktiken und Haltungsformen bei der globalen Erzeugung von Fleisch stehen zu Recht in der Kritik.

Angeprangert werden

  1. die subventionierte Umweltzerstörung durch Emission aus der Intensivhaltung
  2. die Flächenerosion durch den Anbau von Futtermitteln
  3. die Verschwendung pflanzlicher Nahrungsmittel bei der Umwandlung zu Fleisch
  4. der Anbau von Futtermitteln in Entwicklungs- und Schwellenländern für unseren Fleischkonsum
  5. die Konkurrenz zu den Anbauflächen für Grundnahrungsmittel der Bevölkerung
  6. die Missachtung der Integrität der Lebewesen in der Intensivmast

Insgesamt werden bei Demeter- Landwirtschaft pro Betrieb wesentlich weniger Tiere gehalten als in der industrialisierten Landwirtschaft, das ergibt sich allein aus dem flächengebundenen Futteranbau. Bei den Schweinen etwa finden sich in einem durchschnittlichen Demeterbetrieb mit ca. 20 Tieren fast 40 mal weniger Schweine als auf dem durchschnittlichen konventionellen Mastbetrieb. Wir auf dem Kattendorfer Hof haben ca. 150 Tiere. Davon 13 Sauen und 1 Zucht- Eber.

Tierwohl- worauf es ankommt:

Fleisch auf dem Teller bedeutet immer den Tod eines fühlenden Lebewesens. Allein in Deutschland werden jährlich etwa 55 Millionen Schweine, 630 Millionen Hühner und weit über 3 Millionen Rinder getötet (dieser Satz stammt aus einem PETA Bericht)

Ich finde, es ist wichtig, sich mit diesem Gedanken bewusst auseinander zu setzen. Und zu schauen, mit welchen meiner eigenen Entscheidungen ich was bewirken kann.


Demeter-Höfe sind ohne Tierhaltung nicht denkbar.

Die Rinder tragen hier ihre Hörner mit Stolz. Sie bekommen zu 100 Prozent Bio-Futter – überwiegend vom eigenen Hof.
Als einziger Anbauverband schreibt Demeter bei Rindern als auch bei Schweinen und Geflügel
eine 100 prozentige Biofütterung vor.
Moderne Hochleistungsrassen eignen sich nur bedingt zur biodynamischen Haltung. Deswegen
besinnen sich viele Demeter-Landwirte auf alte Haustierrassen oder züchten weg von Leistung
und hin zur Anpassung an den jeweiligen Hoforganismus. Diese Rassen wachsen zwar
langsamer, schmecken aber intensiver. Bei uns auf dem Kattendorfer Hof halten wir Rinder der Rassen Schwarzbuntes Niederungsrind und Rotbunte im Doppelnutzungstyp. Unsere Schweine sind Angler Sattelschweine, eine regionale, derzeit, aufgrund niedriger Bestandszahlen, zu den stark gefährdeten Rassen zählend.

Auch bei der Fütterung gilt Qualität vor Quantität, was
zu Lasten der Tageszunahme geht, aber zum Vorteil für die Qualität ist.


Handwerkliche Verarbeitung – Kunst kommt von Können
Statt der 47 Zusatzstoffe nach EU-Öko-Verordnung, beschränkt sich Demeter auf 13 und, bei der
Fleischverarbeitung, sogar nur auf eine Richtlinie. Daher müssen Demeter-Metzger, die Bio- und Demeter- Fleisch schlachten, weitreichendere Kenntnisse haben.


Biodiversität – Demeter-Tiere als Landschaftspfleger
Demeter-Tiere weiden oft auf Flächen, die sich nicht für den Ackerbau oder sonstige Nutzung
eignen. Berghänge, saure Wiesen und Flussauen werden so gleichzeitig bewirtschaftet und als
Kulturlandschaft erhalten. Durch das zusätzliche Anlegen von Hecken und Biotopen schaffen
Demeter-Landwirte eine Heimstatt für Nützlinge und helfen so, die Artenvielfalt zu erhalten.

Unsere Tiere bekommen fast ausschließlich hofeigenes Futter. Dabei wird dieses nicht ausschließlich für die Tiere angebaut, sondern auch dieses befindet sich im allgemeinen Hofkreislauf.


Regionalität
Qualität statt Wachstum eignet sich nur bedingt für den Großhandel. Daher setzten viele
Demeter-Erzeuger auf direkte Beziehungen.


Transparenz
Demeter-Betriebe sind keine anonymen Agrarfabriken, sondern verstehen sich als Orte der
Begegnung und des Begreifens. Hofläden und Hofführungen, auf dem Kattendorfer Hof zB auch das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft, sorgen für Einblicke in unsere Landwirtschaft und schaffen Vertrauen.

Tierwohlaspekte bei Schweinen

Es dürfen in der konventionellen Haltung bei Ferkeln die Zähne abgeschliffen, außerhalb Deutschlands auch mit Zangen gekürzt, werden. Das soll die Muttersau vor Bissverletzungen an den Zitzen schützen und Kämpfe unter Ferkeln entschärfen, kann aber schwere Verletzungen und Entzündungen im Maul verursachen. Die Anbauverbände Demeter, Naturland und Bioland lassen das grundsätzlich nicht zu.

Fast allen Ferkeln, die in konventionellen Betrieben gehalten werden, kupiert man routinemäßig die Schwänze. Diese Amputation soll verhindern, dass die Schweine sich gegenseitig die Schwänze anfressen. Solch eine Verhaltensstörung entsteht jedoch erst durch die Bedingungen in der industriellen Schweinehaltung. Die intelligenten Tiere leben dort auf engstem Raum in einem reizarmen Stall auf Voll- oder Teilspaltenböden und haben keine geeignete Beschäftigung. Damit die Tiere sich nicht aus Langeweile oder Stress die Schwänze bebeißen, wird ihnen während der ersten Lebenstage prophylaktisch der Schwanz kupiert.

Das Kupieren der Schwänze ist aus Tierschutzsicht abzulehnen – ein Haltungssystem muss sich an den Bedürfnissen der Tiere orientieren, nicht umgekehrt. Der Verzicht auf das Schwanzkupieren muss mit einer Verbesserung der Haltungsbedingungen einhergehen. Hierzu ist u.a. ein höheres Platzangebot, Außenklimakontakt, verschiedene Funktionsbereiche (Liege-, Aktivitäts- und Kotbereich), eine planbefestigte und eingestreute Liegefläche, geeignetes Beschäftigungsmaterial, z.B. Stroh und die Abschaffung von Vollspaltenböden erforderlich.

Das routinemäßige Schwanzkupieren ist durch eine EU-Richtlinie seit 1994 verboten, doch bisher ist dieser Eingriff, durch Ausnahmegenehmigungen, unter anderem in Deutschland trotzdem gängige Praxis.

Tierwohlaspekte bei Rindern

Um Verletzungen von Mensch und Tier vorzubeugen, werden meistens Rinder ohne Hörner gehalten. Das ist sowohl bei Mastrindern der Fall, als auch bei Milchkühen. Weit verbreitet ist es, bei den einigen Wochen alten Kälbern, die Hornanlagen mit einem Brennstab zu zerstören. Dieses Verfahren ist für die Kälber sehr schmerzhaft, denn das Horn und die darunter liegenden Hautschichten sind gut durchblutet und mit Nerven durchzogen. Oft gibt man den Kälbern zuvor ein Beruhigungsmittel. Das reicht jedoch nicht aus, um die Schmerzen zu verhindern oder zu lindern. Lediglich eine lokale Betäubung, die der Tierarzt durchführen muss, die Gabe eines Schmerzmittels und ein Beruhigungsmittel führen zu einer angemessenen Schmerzlinderung. Gesetzlich vorgeschrieben ist das aber nicht. Im Ökobereich und bei Tieren, die nach den Richtlinien des Labels „Für mehr Tierschutz“ gehalten werden, ist das Ausbrennen der Hornanlagen nur in Ausnahmefällen gestattet und nur mit lokaler Betäubung durch den Tierarzt, Sedation und Schmerzmittelgabe.

In den letzten Jahren hat sich auch der Einsatz genetisch hornloser Bullen immer mehr durchgesetzt. Ihre Nachkommen bekommen keine Hörner, so dass keine Hornanlagen zerstört werden müssen. Auf diese Weise wird zwar eine schmerzhafte Enthornung überflüssig, die Hörner sind jedoch ein wichtiges Kommunikationsmittel für Rinder. Die schmerzhafte Verstümmelung der Tiere sollte deshalb unterbleiben und es sollten Rinder mit Hörnern gehalten werden.

Damit weder Tier noch Mensch verletzt werden, ist es wichtig, dass die Tiere friedfertig sind und auch mehr Platz im Stall erhalten. Rinder fügen sich nämlich meist dann gegenseitig Verletzungen durch Hornstöße zu, wenn sie in zu dicht besetzten Laufställen gehalten werden und sich nicht gegenseitig ausweichen können. Eine sich ständig ändernde Zusammensetzung der Herde ist ebenfalls nachteilig, weil die Rangfolge innerhalb der Gruppe immer wieder neu festgelegt werden muss. Das Verletzungsrisiko für die Menschen ist geringer, wenn sich Menschen und Rinder kennen und die Rinder Vertrauen zu den Menschen haben, die sie betreuen.

Da eine Haltung mit behornten Rindern höhere Ansprüche an den Tierhalter und das Management stellt und durch das höhere Platzangebot auch teurer ist, muss dies durch einen höheren Milchpreis honoriert werden.

Schlachtalter der Milchkühe: sie werden meist im Alter von fünfeinhalb Jahren geschlachtet. Bei uns auf dem Kattendorfer Hof haben wir eine weite Altersspanne von Kühen. Unsere derzeit ältesten Kühe sind ca. 14 Jahre alt und sind so lange dabei, wie es ihnen gut tut.

Über 95 % der Deutschen Tiere leben in der konventionellen Tierhaltung

Ende gut, alles gut?

Unser Einsatz für das Demeter- Fleisch in Deutschland

Unser Fazit: Wer gutes Fleisch kaufen möchte, sollte darauf achten, dass das Fleisch von einem regionalen Betrieb stammt. Weiterhin solltest Du darauf achten, dass die LandwirtInnen ihre Tiere nach gültigen Tierwohl- Standards halten, keine gentechnisch veränderten Futtermittel nutzen- am Besten also ein Biologischer oder biodynamischer Betrieb ist. Wenn im Supermarkt, solltest Du Bio- oder Demeterfleisch aus der Region, mindestens aber aus Deutschland, kaufen.


Und die Erkenntnis ist:

Gutes Fleisch ist teurer, doch wer seinen Fleischkonsum auf zweimal pro Woche reduziert, kann sich auch das teure Fleisch leisten.

Wohl bekomm´s!!!

Es grüßt Eure Katja vom Kattendorfer Hof

Kurz und Knapp zum Thema: Demeter Fleisch

  • Achte beim Kauf von Fleisch auf: Tierwohl- Standards, Regionalität und angewendete Futtermittel
  • Du kannst bei uns in Hamburg, in Bad Oldesloe und in Kattendorf, Demeter Fleisch in allen unseren Hofläden und auf dem Markt kaufen
  • Demeter Fleisch- Preis: jeder Preis hat einen Grund. Frage Dich beim Kauf eines jeden Produktes: Kannst Du Dich gesellschaftlich und ökologisch mit den Produkten, die bei Dir auf dem Tisch landen, identifizieren?
  • Schlachtung, das Best- Mögliche zum Schluss: kurze Wege zum Schlachtbetrieb, kleine Schlachtbetriebe, der letzte Weg ohne Stress und Angst
  • Zusatzstoffe, nein danke! Darum hat unsere Wurst eine andere Farbe: bei den Demeter Richtlinien sind nur wenige, notwendige Zusatzstoffe und Prozesshilfsstoffe in der Verarbeitung erlaubt. Jodierung, Nitritpökelsalz und natürliche Aromen sind verboten, nur Aromaextrakte sind zugelassen.
  • Vom Kopf bis zum Schwanz: das ganze Tier ist ein Edelteil ohne überflüssige Schlachtabfälle